Pfälzer Trio

Das Weingut des Monats ~ drei Pfälzer Spitzen-Weingüter endlich wieder vereint

Diese Nachricht ließ aufhorchen: 159 Jahre nach der Jordanschen Erbteilung waren die drei weltbekannten pfälzischen Traditionsweingüter Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl und Dr. Deinhard wieder unter einem Dach vereint.

Den historischen Coup gelandet hatte der weinbegeisterte Werbeunternehmer Achim Niederberger aus Neustadt an der Weinstraße: Nach Bassermann-Jordan und Reichsrat von Buhl gelang es ihm 2007, auch Dr. Deinhard zu übernehmen, welchem er seinen früheren Namen von Winning zurückgab.

In Vielfalt vereint

Mit 150 Hektar in den besten Lagen von Deidesheim, Ruppertsberg und Forst war der Geschäftsmann damit zum größten privaten Weinerzeuger Deutschlands aufgestiegen. Achim Niederberger legte aber Wert darauf, dass sich alle drei Weingüter in ihrer individuellen Stilistik unterscheiden dürfen. Drei eigenständige Wein-Giganten mit reichen Traditionen und Philosophien – in Vielfalt vereint.

Die Keimzellen des Pfälzer Qualitäts-Weinbaus

Durch Erbteilung und Heirat waren 1848, nach dem Tod des Weingutsbesitzers und Bürgermeisters Andreas Jordan, die Weingüter Reichsrat von Buhl (60 Hektar), Bassermann-Jordan (50 Hektar) und Dr. Deinhard (40 Hektar) entstanden. Die gingen fortan getrennte Wege – alle drei mit größtem Erfolg. Sie können durchaus als Keimzellen des Qualitäts-Weinbaus in der Pfalz angesehen werden.

Die Familien, welche die Geschicke dieser Güter bestimmten, spielten im öffentlichen und politischen Leben eine einflussreiche Rolle, lokal wie national. Für Furore sorgten auch ihre Weine: Bei der Eröffnungszeremonie für den Suez-Kanal im Jahr 1869 wurde ein Riesling aus dem Hause von Buhl gereicht. Felix Mendelssohn Bartholdy schwärmte: „Aber wer nicht bei Buhl war, der weiß nicht, was Forster Riesling hernieden ist.“ Und Reichskanzler Otto von Bismarck befand über den Riesling aus der Lage Forster Ungeheuer: „Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer.“

Tradition, Qualität & Genuss

Zum Wein kam Achim Niederberger eher zufällig. Mit dem Kauf einer Villa gelangte er an einen Weinberg von einem Hektar. Der erbrachte zu viel Wein zum allein Trinken, zu wenig zum Vermarkten. Rote Zahlen waren nicht sein Ding, also „sammelte“ er weitere Weingüter. Warb namhafte Önologen an, schuf eine kulinarische Erlebnislandschaft mit Hotels und Restaurants, machte aus dem kleinen Deidesheim einen Pilgerort für hippe Wein-Jünger. Er hatte noch viel mehr vor – da wurde er allzu jung aus dem Leben gerissen. Doch sein Werk lebt fort. Dreifach. Einfach stark.

Von uns lang ersehnt und (zu Recht) mit höchsten Erwartungen und großer Vorfreude verbunden, ist nun endlich der neueste Jahrgang erschienen! Wir sind richtig stolz, dass wir Ihnen diese volle Ladung Tradition, Qualität und Genuss anbieten dürfen.

Rassiger Riesling aus der Pfalz

Riesling ist eine weiße Traube von höchster Güte, die besonders in Deutschland in sehr großem Umfang angebaut wird und mittlerweile international als „die“ weiße Rebsorte gilt. Ihr Ursprung ist am Rhein zu suchen. Von dort breitete sich der Riesling gegen Ende des Mittelalters in ganz Deutschland aus. Im 17. bis 19. Jahrhundert wurde er im Zuge mehrerer Qualitätsoffensiven zur dominanten Sorte in Deutschland – und deutsche Riesling-Weine stießen in die absolute Weltspitze vor. Die führenden Pfälzer Traditionsweingüter Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl und von Winning (Dr. Deinhard) hatten daran einen gewaltigen Anteil. Dass ihre Leidenschaft bis heute dieser edlen, einheimischen Rebsorte gilt, versteht sich von selbst.

Spitzen-Bewertungen sind „Normalität“

Jahr für Jahr heimst das große Pfälzer Trio höchste Bewertungen für seine legendären Weine ein. Für seine Großen Gewächse und edelsüßen Prädikatsweine aus VDP.Großen Lagen ebenso wie für die hochwertigen Gutsweine. So hat der namhafte Gault Millau Weinguide in seiner 2017er Ausgabe dem Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan den Titel „Kollektion des Jahres“ verliehen. Mehrere Weine aller drei Güter erhielten bei der Frühjahrsverkostung 2017 GOLD beim MUNDUS VINI-Weinwettbewerb. Auch Robert Parker, Falstaff, Eichelmann und The Fine Wine Review sind regelmäßig begeistert von Weinen der drei Pfälzer Schwergewichte.