Die Bedeutung der Wein-Namen von Montemajor & Montedidio

„Das Auge trinkt mit“ könnte man bei den Weinen von Montemajor und Montedidio sagen. Nicht nur der Inhalt ist unfassbar lecker – auch die schöne Etikett-Gestaltung verspricht wunderbare Geschichten. Grund genug, sich in einer ruhigen Minute mit den Wein-Namen zu befassen…

Montemajor-Weine und die Bedeutung deren Namen

„Maravento“ Vendemmia Tardiva Syrah Terre Siciliane IGP: Verlorene barocke Bauten – auf Wein verewigt

Der Wein wurde nach dem Lojacono-Maraventano benannt, einem berühmten Barock-Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in der Stadt Agrigento. Der barocke Palazzo Lojacono-Maraventano stürzte im April 2011 in ein. Wir können beruhigt sein: vor einem solch traurigen Schicksal ist der „beerenstarke“ Champion von Montemajor definitiv gefeit – und der antike Palazzo hat ein würdiges Denkmal in Form eines edlen Tropfens.

Quattro Notti App Negroamaro Night Harvest: Die magischen vier Nächte Weinlese – „Quattro Notti“

In der Frische der Nacht werden die Trauben kühl gelesen, um die bestmögliche Aromatik zu erhalten. Das magische Ereignis währt nur vier Nächte lang: „quattro notti“. Wenn der Herbstmond über Salento aufsteigt, geht es für die Lesemannschaft raus in den Weinberg, um die hochsensiblen Trauben für diesen einzigartigen Appassimento zu ernten.

Rocca die Seta Nerello Mascalese Terre Siciliane IGP: Siziliens üppige Aromen

Dieser würzige Rote fasziniert mit der üppigen Aromatik roter und schwarzer Beeren, ergänzt von Backpflaumen, Orangenzesten, getoastetem Holz, Thymian, Lorbeerblatt und erdig-mineralischen Tönen. Siziliens typische mediterrane Düfte sind in diesem Wein eingefangen.

Fletris Appassimento Primitivo IGT: In mehrfacher Hinsicht ein ganz besonderer Tropfen: Primitivo! Appassimento! Fletris!

Natürliche Bedingungen und weinbauliche Handwerkskunst ergänzen sich optimal: Im aufwändigen Appassimento-Verfahren aus am Stock angetrockneten Trauben gewonnen, mit viel Hingabe vinifiziert und schließlich einer Double-Oak-Behandlung unterzogen, entsteht ein stolzes, rubinrot funkelndes Wunder. Double Oak heißt, dass der Fletris Appassimento seine Jugend im zweitbelegten Eichenholz verbringt, um anschließend im neuen Holz zur Vollendung zu reifen.  

Terre di Elimi Nero di Troia IGP: Die „Schwarze aus Troia“: Nero di Troia

Für den Terre di Elimi Nero di Troia stehen die Trauben zwischen Bari und Foggia in Apulien. Nero di Troia, auch Traube aus Troja genannt, soll von den Griechen nach Süditalien exportiert worden sein. Andererseits gibt es in Apulien auch den Ort Troia, der bei Foggia liegt, wo die Trauben für den Terre di Elimi herstammen. Der Ursprung ist also nicht ganz geklärt. In Apulien gibt es noch ca. 3.000 Hektar mit dieser wunderbar saftigen, schwarzen und intensiven Rebe.

„Petra Ceci“ Aglianico: Benannt nach dem Castello Petra Ceci, ist er eine echte „Wein-Burg“

Benannt nach dem Castello Petra Ceci kommt auch der Montemajor „Petra Ceci“ Aglianico als wahre Wein-Burg ins Glas. Groß, mächtig, majestätisch zeigt sich der Wein und beeindruckt mit einer intensiven Aromatik. Erhaben gebaut – genauso wie das gleichlautende Schloss.

Torre del Serpente Negroamaro Salento IGP: Der Schlangenturm aus der römischen Antike

Torre del Serpente (Schlangenturm) heißt ein Leuchtturm an der Küste von Salento, der wohl aus römischer Zeit stammt. Es geht die Sage, dass nachts regelmäßig eine Seeschlange aus den Fluten kroch, um das Öl auszutrinken. Das Leuchtfeuer erlosch, und viele Schiffe zerschellten an den Klippen. Einmal jedoch rettete das gierige Reptil die Stadt Otranto vor einem feindlichen Schiff, das, fehlgeleitet, stattdessen Brindisi überfiel.

Greco di Tufo DOCG: Die Rebe mit den griechischen Namen, tief verwurzelt im italienischen Tuffgestein

Ob die seit uralten Zeiten in Kampanien heimische Greco-Traube tatsächlich, wie es der Name suggeriert, antike griechische Wurzeln hat, ist nicht bewiesen. Hingegen kommt der berühmte Weißwein Greco di Tufo ohne jeden Zweifel sowohl aus – als auch vom – Tufo. Aus der gleichnamigen DOCG rund um das Dorf Tufo. Und vom dortigen Tuffstein (= tufo) aus verdichteter Vulkanasche, der dem Wein Duft und mineralische Komplexität verleiht.

Passerì Lazio Petit Manseng Chardonnay IGT: Verlockende süße kleine Trauben

Die Rebsorte Petit Manseng entwickelt sehr kleine Beeren von überraschender Süße. Etwas davon bringt sie in den Wein ein – sofern sie nicht vorher von den Vögeln weggepickt wird, welche die schnabelgerechten Süßigkeiten sehr lieben. „Passerì“ bedeutet denn auch „Spatzen“ – oder ganz allgemein „Singvögel“, die ja als Unterordnung zur Ordnung der Sperlingsvögel gehören.

Montemajor Revò Lazio Petit Verdot IGT: Revò – Revolutionär im Einklang mit Sonne und Mond

Revò ist die Kurzform für Revolution und ist inspiriert von den revolutionären Bewegungen des Mondes und der Sonne, die die klimatischen Bedingungen auf der Erde maßgeblich beeinflussen, und somit selbstredend auch einen konstanten Einfluss auf Entwicklung und Wachstum der Trauben und Weinreben haben. Der Wechsel von Sonnen- und Mondphasen schafft beste Voraussetzungen für einen hervorragenden Weinbau.

Torre Aretusa Nero ‚Avola – Syrah Terre Siciliane IGT 2016: Der legendären Schönheit der Nymphe Aretusa im Geschmack ebenbürtig

Der Montemajor „Torre Aretusa“ Nero d’Avola – Syrah wurde der Nymphe Arethusa gewidmet. Wer ihre Quelle sucht, wird im sizilianischen Syrakus fündig, wer jedoch ihre Schönheit in Form einer anderen Flüssigkeit bewundern will, der ist mit dem Montemajor „Torre Aretusa“ Nero d’Avola – Syrah bestens bedient.

Danza della Spade Primitivo Salento IGP 2017: Ein dynamischer Tanz der Aromen

Der Montemajor „Danza delle Spade“ Primitivo ist eine Hommage an den Tanz der Schwerter „Pizzica“ – auch bekannt als „Taranta Puglia“. Der Wein ist ähnlich dynamisch wie der Tanz, kommt allerdings ohne die Klingen aus. Ein Kraftpaket süditalienischer Stilistik, allerdings eines in Samthandschuhen.

Falanghina Beneventano IGP 2018: Rare Perle aus der Schatzkammer alter italienischer Rebsorten

Falanghina Beneventa ist eine dieser unterschätzten und beinahe in Vergessenheit geratenen Perlen in der Schatzkammer traditioneller regionaler Rebsorten. Jetzt erlebt sie endlich eine kleine Renaissance. Klar, dass Mario Ercolino daran nicht ganz unbeteiligt ist. Ihren Namen verdankt die würzige und charakterstarke Traube dem antiken Reberziehungssystem „phalange“, was auf Lateinisch „an den Pfahl gebunden“ bedeutet. „Gebändigt“ werden möchte die starke Rebe denn auch, und wer könnte das besser als Maestro Mario Ercolino! Er traut sich sogar zu, die Falanghina sortenrein zu vinifizieren – das ist besonders selten und ganz großes Kino.

Equinox Campania Rosso Amabile IGT: Weinlese zur Tag-und-Nacht-Gleiche

Equinox nennt sich dieser beeindruckende Rotwein aus Aglianico und Piedrosso, denn seine Trauben zur Tag-und-Nacht-Gleiche (Äquinoktium) im September gelesen wurden, als der Sommer sich verabschiedete und dem Herbst wich.

Fiano di Avellino DOCG 2018: Alte Rebsorte – neuer Geheimtipp

Der Süden Italiens bringt nicht nur kräftige Rote hervor, sondern auch elegante Weißweine wie den Montemajor Fiano di Avellino DOCG. Fiano ist eine sehr alte autochthone Rebsorte und ist in der Kampagne beheimatet. Schon die alten Römer beschrieben diese Traube, deren Weine besonders lagerfähig und geschmacksintensiv sind. Die Provinz Avellino stellt das Herz des Fiano-Anbaugebiets dar.

Siris Basilicata Rosato IGT : Der fruchtige Rosato mit dem unendlichen Nachgang

Der Siris Rosato reift im Edelstahltank – und obwohl er schmeckt, als wenn er eine kleine Restsüße hätte, ist er doch unter dem Mikroskop betrachtet „trocken“. Diese leichte Süße stammt von dem absolut vollreifen und saftigen Lesegut, welches für diesen grandios guten Rosato verwendet wurde.

Die Weine von Montemajor und Montedidio in Verkostung

Montedidio-Weine und die Bedeutung deren Namen

The Painter Zinfandel Salento Primitivo IGT: Legt sich malerisch ins Glas – The Painter

In sattem, dichtem Dunkelrot setzt der The Painter Zinfandel Salento Primitivo  – wie es sich für einen großen „Maler“ gehört – schon farblich spannende Akzente. Trotz der Aufschrift „Zinfandel“ auf dem Etikett – dieser Primitivo ist keinesfalls im American Style gehalten, sondern durch und durch apulisch.

Collection Positano Campania Bianco: Postkartenidylle für italienische Trauben

Der Weißwein aus Mario Ercolinos „Post Card Collection“. Auf dem Etikett ist die kleine Stadt  Positano dargestellt, welche idyllisch in die Klippen der süditalienischen Amalfiküste gebaut wurde. Von dieser sonnenverwöhnten Küste stammen auch die Chardonnay-, Biancolella- und Coda di Volpe-Trauben, die für diese wunderbare Cuvée verantwortlich sind.

Collection Taormina Sicilia Cabernet: Taormina und das „Teatro Antico di Taormina“

Der Cabernet Sauvignon reiht sich mit dem Motiv der Hügelstadt Taormina in Ercolinos „Post Card Collection“ ein. Auf dem Etikett festgehalten ist das antike griechisch-römische Theater  „Teatro Antico di Taormina“, welches eine der zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten der Region darstellt.

Collection Ostuni Merlot Puglia: Ostuni – La “Città bianca“

Auf dem Etikett dieses Merlots ist Ostuni – die „Weiße Stadt Apuliens“ – abgebildet. Im Italienischen wird das  Städtchen “Città bianca“ genannt – namensgebend sind die   vielen weiß getünchten Kalksteinhäuser, die idyllisch auf den drei Hügeln der Ortschaft angebaut wurden. Nicht nur ein Großteil der italienischen Olivenproduktion stammt aus dieser Region, sondern auch dieses mehrfach ausgezeichnete Meisterwerk an Merlot, ebenfalls aus der „Post Card Collection“.

Collection Ostuni Merlot Puglia: Ostuni – La “Città bianca“

Mit einem exotischen Esprit stimmt das wunderschone Etikett der Evolution-Linie auf diese großartigen modernen Weine ein. Hergestellt aus Cabernet, Syrah und Falanghina und vinifiziert ohne den Einsatz von Holz, sind sie mitreißend frisch, authentisch und qualitativ genau das hohe Niveau, auf dem sich Mario Ercolino immer bewegt.

Internationale Stylistik mit süditalienischen Wurzeln: Die Evolution nimmt ihren Lauf.