Reichsgraf von Kesselstatt: Was für ein kurioses Jahr 2013

Reichsgraf von Kesselstatt Mosel

Im Wechselspiel der Gefühle fand sich 2013 auch das VDP Spitzenweingut Reichsgraf von Kesselstatt wieder. Auch wenn die Erntemenge dieses Jahr die geringste in der ganzen Weingutsgeschichte ist, so sieht man bei Kesselstatt trotz allem einem kleinen aber feinen Jahrgang 2013 entgegen. 

Auch an Mosel, Saar und Ruwer verspätete sich der Frühling enorm, weshalb der Austrieb erst Ende April erfolgte.

Reichsgraf von Kesselstatt Schild„Die weitere Entwicklung der Triebe und der Fruchtansatz waren regelmäßig bzw. sehr zufriedenstellend. Die weiterhin kalte und nasse Witterung bis Ende Juni verzögerte die Blüte an der Mosel auf den 3.7., an der Saar auf den 7.7. und an der Ruwer auf den 10.7. Hinzu kam die unterschiedliche Entwicklung der Reife in den einzelnen Beeren einer Traube. Hagelschäden an der Ruwer reduzierten darüber hinaus im Juni bereits die Erträge.“

Der Sommer sorgte schließlich auch bei Reichsgraf von Kesselstatt für etwas Erholung und beruhigte auch hier die Nerven der Winzer und Winzerinnen.

„Er begann im Juli mit großer Hitze und einer langen Trockenperiode, die bis Ende August anhielt und den Vegetationsrückstand teilweise wieder aufholte. Die Beeren blieben teilweise klein, wir gingen allerdings zu dem Zeitpunkt noch von einer normalen Ernte aus. Die Veraison begann Ende August in den Spitzenlagen.“

Die steigenden Hoffnungen der Winzer wurden allerdings auch bei Reichsgraf von Kesselstatt vom nassen, kühlen und unsteten Herbst beinahe zunichte gemacht, doch wer ein echter Profi ist, verliert auch in schwierigen Zeiten nicht die Nerven.

Reichsgraf von Kesselstatt Moselpanorama

„Der Herbst war wieder nass, wobei an Saar und Ruwer die Regenfälle noch ausgiebiger waren. Anfang Oktober begannen die ersten Beeren dann zu platzen, wodurch der Ertrag rapide abnahm. Durch die warme Witterung und die Nässe waren am 10. Oktober bereits die ersten Trauben, vor allem an Saar und Ruwer, von Botrytis befallen. Hierdurch reduzierte sich der Ertrag von Reichsgraf von Kesselstatt nochmals erheblich.“

 

Reichsgraf von Kesselstatt Josephshoefer Riesling Grosses Gewaechs„Die Lese begann dann früher als geplant am 14.10. und war sehr aufwändig. Sehr hilfreich waren für uns unsere treuen 45 Leser und Leserinnen aus Rumänien, die uns neben unserer einheimischen Stammmannschaft, kräftig unterstützt haben. Mit Ihnen haben wir eine große Selektion der unterschiedlichen Trauben durchführen können. Mehrere Lesegänge wurden grundsätzlich in den Großen Lagen durchgeführt und dies immer mit zwei Eimern. Das vereinfachte die Trennung von gesunden, reifen und von Botrytis befallenen Beeren oder reiferen und weniger reifen Beeren. „Erleichternd“ war der äußerst geringe Ertrag, was die kurze Lesezeit erklärt, die kürzeste in der Geschichte von Reichsgraf von Kesselstatt.“

So kann Reichsgraf von Kesselstatt trotz aller Schwierigkeiten eine gute Menge sorgsam selektierter Kabinettweine vorweisen, auch wenn Spätlesen und Große Gewächse aus dem Jahrgang 2013 wohl eher Mangelware sein werden.

Glücklicherweise sind aus 2011, 2012 und auch aus älteren Jahrgängen noch exzellente Rieslinge von Reichsgraf von Kesselstatt verfügbar. Feine Weine aus den beiden besonders goldenenen Jahrgängen 2011 und 2012 finden Sie bei BELViNi.DE.