Wegeler Erste Gewächse

Seit dem Jahrgang 1999 werden die Premiumlagen im Rheingau offiziell als Erste Gewächse deklariert. Diese Idee wurde 1992 von den vier Weingütern Breuer, Lang, Weil und Geheimrat J. Wegeler ins Leben gerufen, um so an die Terroireinstufungen der Grand Crus im Burgund zu erinnern.
Um die Qualitätsanforderungen zu erfüllen gilt dabei ein maximaler Ertrag von 50 hl/ha, das Lesegut muss selektiv mit der Hand geerntet werden und vollreif sein. Die Bezeichnung „Erstes Gewächs“ darf zudem ausschließlich für die Rebsorten Riesling und Spätburgunder verwendet werden. Rieslinge, die nach erfolgreicher sensorischer Prüfung die Bezeichnug „Erstes Gewächs“ auf dem Etikett tragen dürfen, werden dann am 1. September des Folgejahres auf den Markt gebracht, Spätburgunder am 1. September des übernächsten auf die Ernte folgenden Jahres.

Erste Gewächse stehen bei Wegeler für kompromisslose Qualität auf internationalem Niveau bei geschmacklich trockenen Weinen. Die Wegeler Weine erreichen nach ca. 5 Jahren ihre optimale Trinkreife und sind mindestens zehn Jahre lagerfähig.
Wegeler war der erste Präsident des „Deutschen Weinbauvereins“ und wurde 1893 zum Geheimen Rat ernannt. Heute verfügt das Haus Geheimrat Julius Wegeler über zwei Weingüter, das Gutshaus Oestrich und das Gutshaus Bernkastel, mit insgesamt 60 Hektar Anbaufläche.